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Mittwoch, 27.08.2014
Prozessökonomie in der liechtensteinischen Zivilprozessordung von 1912
Prozessökonomie in der liechtensteinischen Zivilprozessordung von 1912 Emanuel Schädler
Nr. 55 (2014)
Ladenpreis CHF: 78.00

Beschreibung:

Prozessökonomie bezeichnet das Bestreben, bei einem Verfahren zwischen Mitteln und Zwecken desselben ein optimales Verhältnis herzustellen; dieses optimale Verhältnis soll in der Verfahrensordnung mittels eingebauter Mechanismen rechtsetzend umgesetzt und in der Praxis rechtsanwendend verwirklicht werden. Im Lichte einer solchen Prozessökonomie untersucht das vorliegende Werk die liechtensteinische Zivilprozessordnung von 1912 und fahndet namentlich nach deren prozessökonomischen Mechanismen.
Die Untersuchung widmet sich zunächst der Rezeptionsvorlage, nämlich der berühmten, von Franz Klein geschaffenen österreichischen Zivilprozessordnung von 1895, deren prozessökonomisches Konzept mit all seinen Leitgedanken und Ausprägungen herausgearbeitet wird. Sodann wird die spezifisch liechtensteinische Ausgestaltung der Prozessökonomie dargestellt, wie sie anlässlich der Rezeption und Schaffung der Zivilprozessordnung von 1912 eintrat. Den unmittelbaren Rahmen bildet dabei die liechtensteinische Justizreform zwischen 1906 und 1915; im grösseren Rahmen werden auch prozessökonomische Vorläufer im liechtensteinischen Recht des 19. Jahrhunderts sowie prozessökonomische Weiterentwicklungen bis 1924 miteinbezogen.
Insgesamt ergibt sich eine umfassende historische Auslegung der Prozessökonomie in der liechtensteinischen Zivilprozessordnung von 1912: Schicht für Schicht, wie sie dazumal zustande kam und grossteils noch bis heute wirkt, wird freigelegt und – auch mit Nutzen de lege ferenda – verständlich gemacht.


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